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Meine Reiselust hat sich immer wieder in einer stetigen Unrast manifestiert und ist von Zeit zu Zeit sogar zum Erfolg gekommen. Leider hat sich die Konstellation genug Zeit und genug Geld selten genug ergeben, so dass es meist nur kurze aber "teure" Ferien oder ich war länger weg, hatte aber kaum genug zu Essen weil ich sparen musste oder wollte.
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Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland |
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So ging mir z.B. in Finnland das Geld aus und ich trat mit ca 14DM die Heimreise an. Diese gingen dann fast vollständig für Hafentaxen drauf. Die Zeit des Plastikgeldes war es damals nicht. Es ist ziemlich öde, wenn man über 30 Std. Zug fahren muss und weiss, dass man nirgends etwas zu trinken kaufen kann.
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England, Wales, Irland, Nordirland |
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Eine sehr schöne Reise hat mich nach Irland geführt. Da lernt man sogar Regen lieben ich habe das meiste meiner Reise mit dem Zug zurück gelegt. Was ich sicher nicht empfehlen kann ist die Fortbewegung per Autostop. Stunden haben wir am Strassenrand zu gebracht.
Mehrere kurze Trips haben mich nach London und Umgebung geführt.
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Deutschland, Deutsche Demokratische Republik |
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Eine wohl recht aussergewöhnliche Reise habe ich mit meiner Yamaha FZ 750 unternommen. Statt einer geplanten Reise an die Ostsee führte meine Route ab Hof durch die DDR. Ich war in der Lage am Zoll ohne Einladung ein Einreise Visum zu erhalten und bekam für das Motorrad ein Carnet. Der deutsche Zoll war eigentlich der Meinung, dass keine Motorräder in die DDR reisen dürfen. Dies hat sich dann aber für ein Fahrzeug mit schweizer Kennzeichen als falsch erwiesen. So konnte ich einen ersten Schnupper in der Ostzone tun. Via Karl Marx Stadt und Dresten nach Leipzig und über Berlin wieder zurück. Es gab immer eine Menschentraube um das Motorrad wo immer ich es abgestellt hatte. Das hat mich dann doch sehr nachdenklich gemacht. Es war eine hoch interessante Erfahrung und wohl "dank" dem Motorrad habe ich viele Bekanntschaften gemacht.
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Italien, Griechenland, Türkei, Bulgarien, Rumänien |
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Die zum damaligen Zeitpunkt längste Reise führte mich mit dem Zug über Rom, nach Brindisi und von dort mit der Fahre nach Patras. Bald schon war ich in Athen und von dort gelangte ich bald nach Istambul. Die Rückreise nahm ich dann über Sofia, Bukarest, Constanza nach Budapest. An der Küste des Schwarzen Meeres übte ich mich in der Kunst zwei bis drei Stunden anzustehen um ganz sicher ein Bier zu erhalten. Dieses wurde von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr ausgeschenkt. In Realität sah das dann so aus, dass der Vorrat nur etwa eine halbe Stunde reichte. So musste mann bezeiten in der Schlange stehen um noch vom begehrten Nass zu erhalten. Wenigstens war das Wetter sensationell. Zurück in Bukarest stellte ich dann fest, dass ich vom ständigen "Sorry sir today not have it" eigentlich die Schnauze gestrichen voll hatte. So suchte ich eine Gelegenheit, den sozialen Osten so schnell wie möglich zu verlassen. Als ich dann noch ein Swissair Ticket für 100.- ergattern konnte, das mich direkt nach Zürich führte habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Obwohl ich das Bahnbillet in der Tasche hatte habe ich die Flucht aus dem real existierenden Sozialismus gewählt.
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Österreich, Tschechoslowakei, DDR, Deutschland |
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Nur wenige Tage später sass ich im Auto um über Wien nach Prag zu fahren. Nach einer Woche kam ich dann an die deutsche (DDR) Grenze und traf auf meiner Reise nach Berlin zwei Typen in einem Trabi der mir vorher noch nie zu Gesicht kam. Es war ein AWZ Trabant 501. Ich sollte dann nach dem Fall der Mauer diese Leute wieder treffen. In Berlin besuchte ich meine Freunde von damals und musste jedes Mal ein Ost Visum lösen. Bei meinem letzen Besuch im Jahre 2003 habe ich die Stadt nicht mehr wieder erkannt.
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Deutschland |
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Dann kam der Fall der Mauer. Die oben angesprochenen zwei Typen habe ich dann angeschnorrt, mir ihren Trabi AWZ Trabant 501 zu verkaufen. Die die man normalerweise auf den DDR Strassen zu Gesicht bekam waren AWZ Trabant 601. Ich hatte beim Strassenverkehrsamt die nötigen Abklärungen getroffen und ich war überzeugt, dass das funktionieren müsste dieses Fahrzeug auch in der Schweiz zugelassen zu erhalten. Der Trabi war im Dreck konserviert und Karton kann sowieso nicht rosten. Also habe ich das Abenteuer gewagt und habe mich von einem Lastwagen von Basel nach Berlin mitnehmen lassen. Von da habe ich mich dann nach Oschatz durchgeschlagen wo ich von der Sächsisch sprechenden Familie herzlich aufgenommen wurde. Während ich im Auto bzw. Trabi vor dem Zollhäuschen ein paar Stunden schlief haben die Zöllner ihre Abklärungen auf Hochtouren geführt. Schliesslich liessen sie mich passieren. Ob sie tatsächlich in der DDR etwas herausgefunden haben oder mich ganz einfach schmoren liessen ist mir bis heute nicht klar. Ist ja auch nicht wichtig, geschlafen habe ich wunderbar. Knapp ein Jahr später und drei Anläufen hatte ich einen Fahrzeugausweis ausgestellt vom StVA AG lautend auf meinen Namen in der Tasche.
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Indien, Nepal |
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Die einzige Reise die mich bis jetzt aus Europa raus geführt hat war nach Indien/ Nepal. Marco, Challi79 hatte es sich in den Kopf gesetzt, die Erde mit seinem Motorrad zu umrunden. Da konnte ich ihn natürlich nicht einfach so seinem Schicksal überlassen. So reiste ich ihm im Flieger nach Dehli nach und wir besuchten einige meiner Verwanten im Norden Punjabs um dann am Fusse des Himalaya entlang bis nach Nepal zu fahren. Diese Reise war sehr eindrücklich und ich denke, dass nicht viele Touristen diesen Weg je befahren haben.
Leider hat es Marco nicht geschafft. Er musste seine Reise aufgeben und in die Schweiz zurückkehren nach dem er bei einem Brand sämtliche Habe verloren hat.
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Frankreich, Spanien, Gibraltar |
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Mit meinem L300 konnte man wunderbar reisen und wenn man Lust hatte bleiben wo es einem gefiel. So machten wir uns auf die Reise nach Spanien. Ein Badeurlaub war angesagt aber schon nach wenigen Tagen langweilten uns der Fleischberg von Palamos und ich habe dann entschieden, dass wir weiter gegen Süden ziehen. Aus der kleinen Verschiebung wurden dann einige hundert Kilometer. Ich gab erst Ruhe als wir die Grenze zu Gibraltar überschritten hatten und uns der Fels von Weitem zuwinkte. Hier haben wir dann das Ende von Europa besucht und mit der Schlauheit der Gibraltaraffen (nicht die Bewohner von Gibraltar gemeint!) Bekanntschaft gemacht.
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Frankreich, England, Schottland, Belgien |
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Bei meiner Stelle bei IPirion in Zürich war ein Schotte mein Arbeitskollege. So planten wir, diesen bei einer Reise durch Schottland, diesmal mit einem VW Bus 1800, zu besuchen. So konnten wir einige Tage bei Ihm und seiner Familie in Paisley verbringen. Franz, HB9KAB war zufällig zu dieser Zeit auch in Schottland und so machten wir uns gemeinsam auf die Reise gegen Norden. Bei Unapool war dann Schluss und wir traten die Heimreise wieder an.
Diese hatte sich dann als schwierig erwiesen. Die Strassenblockaden der Lastwagenfahrer hatte das Benzin an vielen Tankstellen ausgehen lassen. Wir hatten von den Blockaden aber nichts mitbekommen. So wunderten wir uns bei unserer Überlandfahrt über Schilder die da sagten: No Gas oder Sold out. Irgendwann war dann unser Tank leer und wir suchten uns eine Tankstelle. Dort waren lange Schlangen vor den Zapfsäulen und und ich dachte, nicht mit mir und wollte weiter fahren. Da musste die holde schöne einmal und ich nutzte die Zeit um mich im Shop einmal umzusehen. Da sah ich dann die Schlagzeilen und wir beschlossen, zwar weiter zu fahren, aber bei der nächst besten Tankstelle unseren Tank zu füllen. Dieses Benzin reichte dann bis zur Fähre die uns von Kingston nach Zebrugge brachte. Dort gab es dann an genau einer Tankstelle Benzin und dieses reichte dann bis nach Hause.
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Italien, Malta |
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Im Frühjahr 2003 brachte uns dann die Suche nach einem "raren" DX Land auf die Idee nach Malta zu reisen. Mit einem voll gepackten Mietwagen sind wir zusammen mit Franz abgereist und haben die Schönheiten von Gozo erfahren. Leider haben die Vorababklärungen zur Erlangung einer Amateurfunk Gast Lizenz nicht gänzlich gefruchtet und es war für uns nur eine Lizenz reserviert worden. Obwohl zwei beantragt wurden. So mussten wir mehrmals von Gozo nach Valletta reisen um die zweite Lizenz ans Trockene zu bringen. Erschwehrend kam hinzu, dass das Büro nur am Vormittag geöffnet hatte. So mussten wir frühmorgens in Gharb abreisen um mit dem ÖV bis Mittag in der Hauptstadt zu sein. Schlussendlich lagen uns die Papiere für 9H3KA und 9H3DU vor.
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Erlach am Bielersee |
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Unser erster Urlaub mit beiden Kindern führte uns nach Erlach. Wir waren das erste Mal mit einem Hauszelt unterwegs und die Kleinen hatten ihre helle Freude daran. www.camping24.ch Das Zelt stellten wir im Vorfeld zu Hause im Garten auf und die Jungmannschaft wurden so darauf vorbereitet wie das ist, wenn man nicht im gewohnten Bett sondern auf einer Matte schlafen soll. So hatten wir die Angewöhnungsprobleme daheim und nicht in der Fremde auf dem Campingplatz. Ich denke, das hat sich mehr als gelohnt. Die ersten zwei Nächte waren sehr unruhig. Danach war es normal und wir hatten zwei weitere Camping Experten in der Familie die nach dem Urlaub nicht mehr im Haus schlafen wollten. Die Region hat einiges zu bieten und wenn man sich im Vorfeld Schlau macht dann bringt jeder Tag ein neues Erlebnis. (Auch für die Erwachsenen)
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